Gestern E-Lexikon, heute Ting: Sachwissen und Spielwert

Ting StiftErinnert sich noch jemand an das E-Lexikon? Mir fiel es sofort wieder ein, als ich vor vielen Jahren den Ting-Stift zum ersten Mal ausprobiert habe. Damit habe ich aber Ting unrecht getan.

Das E-Lexikon war das, was wir in meiner Generation als interaktiv bezeichnet hätten, wenn es das Wort schon gegeben hätte. Auf einen kurzen Lexikon-Beitrag folgten Fragen mit mehreren Antwortmöglichkeiten. Mit einem Batterie-betriebenem Stift berührte man eine Antwort und bekam mit einem Brummen und einem Leuchten signalisiert, ob man richtig lag.

Das machte Spaß, aber wer ein gutes Gedächtnis hatte kannte die richtigen Antworten spätestens nach der dritten Runde. Es fehlten beim E-Lexikon Abwechslung, Witz und Überraschungen.

Welten im Buch mit dem Ting-Stift entdecken

Ting hat all das. Das Abenteuer beginnt damit, dass es auf einer Buchseite sehr viele Punkte gibt, die man mit dem Stift berühren kann. Nicht alle sind offensichtlich. So entdeckt man auch nach der dritten Runde immer noch etwas Neues. Dazu kommt, dass auch das Berühren der gleichen Stelle unterschiedliche Aktionen auslösen kann.

Der Ting-Stift ist auch kein Oberlehrer: in den Büchern steckt mehr als nur Sachtexte. Da wird  gequietscht, gehupt, geschnattert, aber auch gesungen. Es werden Dialoge vorgetragen oder auch vorgelesen. Es wird erklärt und zum Entdecken aufgefordert. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Für mich ist der Ting-Stift die Weiterentwicklung der Klappen-Bücher. Bücher wie die Was ist Was Junior mit ihren Entdecker-Klappen werden von Kindern geliebt, weil sie dort eigenmächtig etwas herausfinden können. Selbstwirksamkeit heißt das Zauberwort: ich entdecke das Buch selbst. Wenn ich eine Klappe aufmache, steckt da etwas dahinter und ich habe es gefunden – ganz alleine!

Mit dem Ting-Stift gibt es noch viel mehr zu entdecken als bloß Klappen zu öffnen. In einem Buch steckt so viel Welt! Das ganze Buch wird zum Abenteuer und natürlich hoffe ich, dass diese Erfahrung das Buch dauerhaft zu einem spannenden, magischen Produkt macht.

Mehr Infos zum Ting-Stift findet ihr hier bei Tessloff. Im Gegensatz zu TipToi, das nur mit Produkten von Ravensburger betrieben werden kann, ist Ting ein offenes System mit einem breiten Angebot. Von Haba-Spielen über Was ist Was bis hin zum Sprachen lernen und Mozart entdecken ist mit Ting alles möglich. Der Stift, die Bücher und die Spiele sind im Buchhandel erhältlich.

Was ich als Kind mit Was ist Was erlebt habe und wie sich der Sachbuch-Klassiker im Laufe der Zeit gewandelt hat, darüber habe ich hier auf meinem Blog geschrieben: Was ist Was – ein Kinderbuch-Klassiker

Ein Kommentar

  1. Ich habe mich für Tiptoi entschieden, weil mir die Bücher mehr zugesagt haben. In der Regel sind die Ravensburger gut gemacht. Dagegen war ich von den Ting Büchern enttäuscht.

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