Amelie und die Entdecker

Bilderbuch "Amelie und die Entdecker" vor einem Globus

„Guten Tag, ich bin die Neue“ ist ein Satz, den Amelie wahrscheinlich in allen Sprachen der Welt sagen kann. Sie ist Entdeckerin und liebt es, fremde Länder zu erkunden. Affe, Elefant und Tiger sind hingegen noch nie von ihrer Insel heruntergekommen. Als Amelie bei ihnen landet, fällt ihnen zuerst auf, was sie alles nicht ist und was bei ihr alles anders ist. Kein Rüssel, kein Fell …

Ihr latentes Misstrauen wandelt sich und wird zu Neugier. Sie fragen Amelie, wo sie her kommt. Irgendwo ist die Antwort. Doch keiner der drei kennt einen Ort namens Irgendwo. Wie auch, wenn sie nichts außer ihrer Insel kennen? Es ist der Elefant, der die Situation löst:

„Jetzt bist du da. Und wer da ist, braucht ein richtiges Zuhause.“

Doch „Amelie und die Entdecker“ ist nicht nur ein Buch, das uns einen Spiegel vorhält und zeigt, wie wir auf Fremde reagieren. Die Ankunft ist nur die Ouvertüre für ein Forscherabenteuer: Amelie ist Naturforscherin, eine Allesgenauwissenwollerin. Mit Lupe, Metermaß und Entdeckerbuch in der Hand erforschen sie die Insel und die Lebensgewohnheiten der Tiere und Menschen gleich mit. Für einen Tiger ist eine Zahnbürste nämlich genauso fremd wie für uns eine Höhle!

Die Illustrationen von Mirjam Zels schaffen einen Dreiklang. Sie halten den Witz der Situation fest, aber ohne ihn in den Vordergrund zu spielen. Sie vermitteln Dschungelgefühle, ohne zu exotisch wirken. Und sie illustrieren, wie Forschung funktioniert!

Deswegen schafft dieses Bilderbuch zweierlei: Es weckt die Lust, die Welt vorurteilsfrei und mit wissenschaftlichen Methoden zu erforschen, und beweist, dass wir alle mehr vom Leben haben, wenn aus Fremden Freunde werden. Ganz nebenbei macht es Kindern auch Mut, sich neuen Situationen zu stellen, und hilft, Lebensumbrüche wie Umzug oder Kindergartenwechsel zu meistern!


Infos zum Bilderbuch:

Barbara van den Speulhof
Illustrationen von Mirjam Zels

Amelie und die Entdecker

Mixtvision Verlag

empfohlen für Kinder ab 4 Jahren


Barbara van den Speulhof? Da war doch was? Genau – der Ginpuin!

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