Letzte Runde Geisterstunde

Bilderbuch mit vielen bunten Geistern von Nadia Budde: Letzte Runde Geisterstunde

Es ist quietschbunt. Es ist albern. Es ist großartig. Das würde eigentlich als Bilderbuch-Tipp zu „Letzte Runde Geisterstunde“ von Nadia Budde genügen. Nur für einen Blog-Beitrag wäre das viel zu kurz. Daher jetzt für alle, die es genauer wissen wollen, eine längere Würdigung des Bilderbuchs.

Plagegeister, Muffelgeister, Schnorchelgeister – es ist unfassbar, wie viele Geister es gibt! Sie kommen allein, zu zweit, zu siebzehnt – aber nicht mehr als 26, wenn ich richtig gezählt habe (gezählt wird in dem Buch nämlich auch). Sie können Geistergulasch kochen, kennen Geisterjudogriffe und lassen ihre Augen glimmen.

Neun Geister haben feuchte Hände
Schieben sich durch Kellerwände

Zehn Geister schleppen schwere Eisenketten
Klopfen unter Gitterbetten

Nadia Budde – Letzte Runde Geisterstunde

Doch zum Glück gibt es die Geisterjäger, pardon: Geistermeister!

Die Geistermeister aus dem Bilderbuch "Letzte Runde Geisterstunde" erinnern an die legendären Ghostbusters.

Sie können die Geister vertreiben. Aber wollen wir das? Wäre es nicht viel spaßiger, mit allen Geisterbahn zu fahren?

Nadia Buddes Geister machen Spaß mit ihren kräftigen Farben und der ausdrucksstarken Mimik. Die Zeichnungen schreien mich gerade zu an: Los, hol Farbstifte und Papier! Geister zeichnen – das kannst du auch! Oder vielleicht doch lieber Geisternamen erfinden? Horrbert, Frau Brüler, Grimm – da fallen uns doch bestimmt noch weitere Namen ein? Überhaupt gilt es ja noch das Rätsel zu lösen, woher die Geister kommen. Wie lautet deine Theorie?

Kurz: Ich habe schon lange kein Bilderbuch mehr erlebt, dass ohne eine einzige Aufforderung auszusprechen so sehr dazu einlädt, selbst aktiv zu werden. Dazu ist es noch quietschbunt, albern und einfach großartig – aber das erwähnte ich ja schon.

Infos zum Bilderbuch:

Nadia Budde
Letzte Runde Geisterstunde

empfohlen ab 3 Jahren


Kunstmann Verlag

„Geister sind eine Art Spiegel des Menschlichen.“ Seriöse Besprechung beim Deutschlandfunk Kultur.

Was gut dazu passt: Es gibt keine Kinder – wenn Monster Angst haben.

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