Mein Esel Benjamin: Bilderbuch-Klassiker in Schwarz-Weiß

Klassiker in schwarz-weiß: Mein Esel Benjamin aus dem Sauerländer Verlag

Bilderbuch-Klassiker „Mein Esel Benjamin“

An wieviele Bilderbücher aus eurer Kindheit könnt ihr euch noch erinnern? Habt ihr sie euch als Erwachsene, noch einmal angeschaut?

„Hallo…
Ich bin Susi und wohne auf einer kleinen Insel im Mittelmeer, zusammen mit meinem Papa, meiner Mama, meinem Schwesterchen Angelika und vor allem mit Benjamin.“

Das Bilderbuch „Mein Esel Benjamin“ nimmt in meinen frühen Buch-Erinnerungen den größten Raum ein. Warum eigentlich?

Esel zählen nicht zu meinen Lieblingstieren. Das Mittelmeer kannte ich als Kind noch nicht, denn wir fuhren in den Ferien an die Ostsee. Geschwister hatte ich auch nicht und konnte wohl kaum nachvollziehen, wie es sich anfühlt, wenn auf einmal ein jüngeres Geschwisterchen das Familienleben bestimmt.
Doch die Geschichte von echter Freundschaft, vom Weggehen und wieder zu Hause ankommen hat mich als Kind so tief berührt, das sie mir heute noch im Gedächtnis ist.

Es ist ein seltsames Gefühl, „Mein Esel Benjamin“ nach Jahrzehnten wieder zur Hand zu nehmen.

 

Susi ist immer noch so blond und pausbäckig wie damals. Einerseits sehr eigenständig, so wie sie da in ihrer Latzhose durch die Gegend stapft, andererseits aber so durch und durch Mädchen ihrer Zeit, wie sie den Esel badet und füttert, als wäre er eine Puppe. Der Esel ist genauso flauschig wie ich ihn in Erinnerung habe und die Insel, auf der sie leben, immer noch so unbestimmbar mittelmeerig. Die Schwarz-Weiß Fotos wirken heute jedoch ungewohnt. Ein Kinderbuch in schwarz-weiß, ohne Farben, ist heute fast unddenkbar, denn Kindheit ist für uns eine bunte Zeit.

Zu diesem Bilderbuch habe ich eine so persönliche, sentimentale Beziehung, dass ich nicht sagen kann, ob es zu recht ein Bilderbuch-Klassiker geworden ist.

Wie seht ihr das?

 

Infos zum Buch:

Hans Limmer, Lennart Osbeck
Mein Esel Benjamin
Bilderbuch-Klassiker
Sauerländer im Fischer Verlag
ISBN: 3737363722

4 Kommentare

  1. Beim Vorlesen der „Tiger & Bär“-Geschichten von Janosch habe ich gemerkt, dass ich sie immer noch auswendig kann :-). Diese Geschichten und die Märchen von Astrid Lindgern (v. a. „Im Land der Dämmerung“) erinnern mich an meine Kindheit.
    (Und letztens habe ich in unserer Buchhandlung das Buch „Ich bin die kleine Katze“ gesehen und habe einen Blick hineingeworfen. Ich habe sofort alle Bilder wiedererkannt, obwohl ich gar nicht mehr wusste, dass wir das Buch jemals besessen haben. Das war schon ein seltsames Gefühl.)
    LG
    Christoph Brix

  2. Ahhhh, „Mein Esel Benjamin“ begleitete mich schon als kleines Mädchen und ich habe meine (alte und etwas ramponierte) Ausgabe immer noch. Meine Mama hat das Buch damals gekauft, weil das Mädchen Susi mir als Kind so sehr ähnlich sah. Das Bilderbuch hat für mich einen sehr großen sentimentalen Wert. Ich glaube, den größten überhaupt. Da geht es mir ähnlich wie dir.
    LG,
    Damaris

  3. Am 28. Februar 2015 ist Hans Limmer verstorben. Auf Rhodos.

    Da wünsche ich eine gute Reise – und danke für alles!

    http://www.boersenblatt.net/artikel-autor_des_klassikers__mein_esel_benjamin__ist_tot.950758.html

  4. Pingback:Meine Gewinnerin und Euer Lieblings-Tierbuch: das war Blogger schenken Lesefreude 2014 | Buchkind-Blog

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